Am 1. Juni den Tag der deutschen Zukunft verhindern!

Für den 1. Juni 2013 rufen norddeutsche Neonazis zum 5ten mal zum sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“ in Wolfsburg auf. Der jährlich stattfindende Aufmarsch, welcher bisher jedes Mal in einer anderen Stadt durchgeführt wurde, hat sich mittlerweile zu einem der größten regelmäßigen Nazievents mit mehreren hundert Teilnehmer_innen aus ganz Deutschland entwickelt. In den letzten Jahren konnte der TDDZ der Nazis unter massenhaften Protesten nur mit Hilfe von massiver Polizeigewalt durchgesetzt werden. Wir wollen an die Proteste gegen den TDDZ der letzten Jahre anknüpfen, darüber hinausgehen und ihm ein Ende bereiten. Dabei setzen wir auf ein Bündnis aus linksradikalen Gruppen, die dezentral und kreativ gegen den Aufmarsch vorgehen. Verschiedene Aktionsformen sollten sich hierbei ergänzend unterstützen. […]

(aus dem Aufruf des antifaschistischen Bündnisses There is no german Zukunft)

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Über die antifaschistischen Gegenaktivitäten zum 1. Juni klären euch unter anderem There is no german Zukunft und Keine Zukunft für Nazis! auf. Kommt alle nach Wolfsburg und verhindert entschlossen und solidarisch den Tag der deutschen Zukunft!

Die Isolation brechen! – antirassistische Demo in WOB

Datum: Samstag, 27. April 2013
Uhrzeit: 11:30 Uhr
Ort: Hauptbahnhof Wolfsburg
“Die Isolation brechen!”
Antirassistische Demonstration von und mit Flüchtlingen aus
Wolfsburg-Fallersleben

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!!! DIE ISOLATION BRECHEN !!!

Wir, die Flüchtlinge aus Fallersleben/Wolfsburg, gehen auf die Straße um unseren Qualen Ausdruck zu verleihen. Wir protestieren gegen die Verletzung unserer Menschenrechte und die Gefährdung unserer Leben durch die deutschen Behörden. Wir fordern:

– BEWEGUNGSFREIHEIT
– ABSCHAFFUNG DES GUTSCHEIN-SYSTEMS
– SCHLIESSUNG DES LAGERS
– ARBEITSERLAUBNIS
– STOPP DER ABSCHIEBUNGEN

Ihr seid eingeladen, kommt alle!
Danke für eure Unterstützung!

die Flüchtlingsgemeinschaft Wolfsburg

Mit dem Agnes-Miegel-Kult brechen!

Wir dokumentieren im Folgenden den Aufruf des Antifa Infoportals Weser / Deister / Leine zur antifaschistischen Demo „Mit dem Agnes-Miegel-Kult brechen! Gegen Opfermythen und Revisionismus!“:

68 Jahre Zeit – Und keinen Moment hinterfragt?

Ende März ist es wieder soweit! Die Mitglieder der Agnes-Miegel-Gesellschaft rufen zu ihren alljährlichen „Agnes-Miegel-Tagen“ im Hotel Hannover auf. Am 22. und 23. März 2013 soll in der Schaumburger Kurstadt Bad Nenndorf einmal mehr der Vertriebenendichterin († 1964) gehuldigt werden. Miegel war eine völkische Literatin sowie glühende Unterstützerin des deutschen Faschismus und seines „Führers“. Sie ist seit Jahrzehnten Gegenstand eines revanchistisches Kultes, dessen Hauptpilgerstätte Bad Nenndorf ist.
Die ortsansässige Agnes-Miegel-Gesellschaft fördert die Verklärung der überzeugten Nationalsozialistin durch Relativierung und Entpolitisierung. Die Stadt tut das Ihrige und lässt das Andenken an sie durch öffentliche Denkmäler fortleben.
Vor diesem Hintergrund rufen wir zu Protest auf!
Am 23. März wird die Zusammenkunft zu Ehren der nationalsozialistischen Dichterin im Hotel Hannover nicht unwidersprochen bleiben. Wir tragen unseren Unmut auf die Straße und vor den Versammlungsort. Unser Anliegen ist eine geistig-moralische Wende in der Kommune und ein Ende der städtischen Unterstützung im Sinne der Agnes-Miegel-Gesellschaft. Wir fordern eine Umbenennung der Agnes-Miegel-Straße und des gleichnamigen Platzes sowie eine Entfernung ihrer Statue aus dem Stadtpark.
Das Ziel ist klar: Mit dem Agnes-Miegel-Kult brechen!

23. März 2013 // 12.30 Uhr // Bahnhofsvorplatz Bad Nenndorf
Weitere Informationen findet ihr hier.

Technorant #1 – Antifaschistische Techno-Party am 16.02 in Wolfsburg

Packt eure Tanzschuhe aus! Denn am 16.02 startet das antifaschistische Bündnis there is no german Zukunft seine Partyreihe „technorant“ im Jugendhaus Ost in Wolfsburg. Anlass für die Soli-Party ist der „Tag der deutschen Zukunft“, einer der größten Naziaufmärsche Norddeutschlands, der dieses Jahr am 1. Juni in Wolfsburg stattfinden soll. Mit den Einnahmen der Party unterstützt ihr die antifaschistische Arbeit des Bündnisses gegen neonazistische Deutschtümelei. Wir selbst verfolgen mit dem Konzept also keine kommerziellen Zwecke.

flyer

Line-Up:
freeKout (Bremen)

Si.Kurd
(Braunschweig)

Pink Leg
(Braunschweig)

Chickn (Hannover/Göttingen)

Djones (Wolfsburg)

Wir wollen allen Feiernden eine möglichst angenehme Party bereiten, bei der sich jede_r wohlfühlen kann. Von daher wird es eine antisexistische Ansprechgruppe geben, die ihr auf der Party leicht erkennen könnt. Wenn du dich aufgrund sexistischer oder homophober Äußerungen/Handlungen unwohl fühlst, kannst du dich an unsere Ansprechgruppe wenden.

Ausladungsklausel: Die Veranstalter_innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit oder auf der Party durch rassistische, sexistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen oder Taten in Erscheinung treten oder getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

16.02.2013 // 23.00 Uhr
s.v. Jugendhaus Ost
Walter-Flex-Weg 2
38446 Wolfsburg

Solidarität mit Uelzener Antifaschist_innen – Das Problem beim Namen nennen!

In der Nacht des 13. auf den 14. November 2012 wurde das „Selbstorganisierte Zentrum“ (SOZ) in Uelzen mit neonazistischen Graffiti beschmiert. Zudem wurden an dem explizit linken Projekt mehrere Aufkleber mit extrem rechten Inhalten angebracht. Damit jedoch nicht genug: In der gesamten Innenstadt wurden in besagter Nacht mehrere hundert Aufkleber verklebt und diverse Male das Kürzel „FKU“ (Freie Kräfte Uelzen) an Häuserwände und auf Straßen gesprayt. Bei dem Begriff „Freie Kräfte“ handelt es sich um eine oft verwendete Selbstbezeichnung neonazistischer Kameradschaften. Zunächst gab es allerlei Verwirrung durch Polizei und Presse, die behauptet hatten, dass es „keine organisierte rechte Szene“ in Uelzen gäbe. (Vgl. dazu den Artikel „Müllcontainer für braune Gedanken“ in der „Allgemeinen Zeitung“ vom 21.11.12) Im Zuge einer Pressemitteilung diverser linker Gruppen aus Uelzen wurde daraufhin eben jene Einschätzung massiv kritisiert. Aufgrund der Inhalte der Aufkleber und der verwendeten Schriftzüge ist ein neonazistischer Hintergrund der Taten mehr als offensichtlich. Zudem traten die „Freien Kräfte Uelzen“ bereits in der Vergangenheit in Erscheinung, etwa durch das Verteilen von NPD-Werbematerial.

Unter den Aufklebern in Uelzen befand sich zudem Mobilisierungsmaterial für den „Tag der deutschen Zukunft“ (TDDZ), der am 1. Juni 2013 in Wolfsburg stattfinden soll. Bei dem TDDZ handelt es sich um einen der wichtigsten Aufmärsche der norddeutschen Neonazi-Szene, mit dem „ein Zeichen gegen Überfremdung“ gesetzt werden soll. An dem jährlich stattfindenden Aufmarsch beteiligen sich im Schnitt mehrere hundert Neonazis, die Rassismus und Nationalismus als Teil ihrer nazistischen Weltanschauung propagieren. Da der „Tag der deutschen Zukunft“ eine Art „Pflichttermin“ für lokale Rechtsradikale darstellen wird, kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch Uelzener Neonazis an dem Aufmarsch teilnehmen werden, um sich weiter innerhalb der regionalen Nazi-Szene zu vernetzten und zu etablieren.

Kontakte zu anderen Nazikameradschaften bestehen für Uelzener Neonazis unter anderem zu den „Aktionsgruppen“ aus Gifhorn und Wolfsburg, die sich erst vor einiger Zeit mit lokalen Nazis aus Braunschweig zu dem sogenannten „Aktionsbündnis 38“ zusammengeschlossen haben. In der Vergangenheit fielen eben jene Gruppierungen durch die Teilnahme an diversen Aufmärschen und Kundgebungen in ganz Deutschland auf, sowie durch aggressive Einschüchterungsversuche gegen Antifaschist_innen und alternative Jugendliche. Die Brisanz der Aktivitäten seitens der „Freien Kräfte Uelzen“ wird deutlich, wenn man bedenkt, dass Uelzen damit Teil eines voranschreitenden Prozesses geworden ist, der sich in unserer Gegend nun bereits seit einigen Jahren abspielt: Vermehrt tritt in regionalen Städten eine neue Generation neonazistischer Gruppen öffentlich in Erscheinung, um durch Veranstaltungen und Aktionen ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten. Uelzen reiht sich damit in eine traurige Liste von Orten ein, in denen neonazistische Gruppierungen aktiv sind. Dazu gehören unter anderem Städte wie Braunschweig, Celle, Gifhorn und Wolfsburg, um nur ein paar zu nennen.

Wer sich ernsthaft gegen neonazistische Umtriebe einsetzen will, muss das Problem, das diese Gesellschaft zweifelsohne mit Nazis hat, auch erkennen und ohne Vorbehalte beim Namen nennen. Dies stellt die erste und zwingend notwendige Grundlage für antifaschistische Arbeit dar, um überhaupt die Bekämpfung von Nazis als gesellschaftliches Phänomen zu ermöglichen. Ein Herunterspielen oder Ignorieren von neonazistischen Umtrieben führt im Gegenzug nur zur Verschleierung gesellschaftlicher Verhältnisse. Viel zu oft hat sich im politischen Mainstream gezeigt, was passiert, wenn Probleme wie Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus unbeantwortet bleiben. Wo Nazis totgeschwiegen werden, wo der öffentliche Diskurs die Kritik der gesellschaftlichen Zustände ignoriert und wo rechte Alltagskultur ein weit verbreitetes und unhinterfragtes Phänomen darstellt, erachten wir es mehr als dringend, an einer antifaschistischen Öffentlichkeit mitzuwirken. Nicht zuletzt deswegen solidarisieren wir uns mit den betroffenen Antifaschist_innen und den Betreiber_innen des „Selbstorganisierten Zentrums“ aus Uelzen.

Neonazis das Wasser abgraben!
Für eine linke und antifaschistische Jugendkultur – in Uelzen und überall!

AKAG im Dezember 2012.